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Befund · Steildach

Regeldachneigung-Check

Reicht die Neigung deines Dachs für die gewünschte Eindeckung — oder braucht es ein Unterdach? Deckungsart wählen und die Regeldachneigung nachschlagen. Die Werte sind Richtwerte, weil das ZVDH-Regelwerk nicht frei zugänglich ist.

Deckungsart / Ziegeltyp

Was bedeutet Regeldachneigung?

Die Regeldachneigung ist die unterste Dachneigung, bei der eine Dacheindeckung als regensicher gilt. Wird sie unterschritten, sind entsprechende Zusatzmaßnahmen vorzusehen.

Hinweis: Diese Werte ersetzen keine Planung. Die jeweils geltende ZVDH-Fachregel und die Vorgabe des konkreten Ziegelmodells sind verbindlich — im Zweifel entscheidet der Dachdecker oder Planer über die nötige Zusatzmaßnahme.

Häufige Fragen

Was ist die Regeldachneigung (RDN)?
Die Regeldachneigung ist die unterste Neigung, bei der eine bestimmte Dacheindeckung ohne Zusatzmaßnahmen als regensicher gilt. Wird sie unterschritten, schreibt das Fachregelwerk regensichernde Zusatzmaßnahmen vor — etwa ein Unterdach, eine Unterdeckung oder Unterspannung.
Warum sind die Werte als „Richtwert“ markiert?
Das ZVDH-Original-Regelwerk ist kostenpflichtig und nicht frei zugänglich. Die hier gezeigten Neigungswerte stammen aus einem dokumentierenden Fachwiki, das die ZVDH-Fachregel zusammenfasst. Sie sind plausibel und quergeprüft, aber nicht aus dem Originaltext belegt — deshalb kennzeichnen wir sie ehrlich als Richtwert. Maßgeblich ist die aktuelle ZVDH-Fachregel und die Herstellervorgabe deines konkreten Modells.
Mein Dach ist flacher als die Regeldachneigung — und jetzt?
Das bedeutet nicht zwingend, dass die Deckung nicht geht. Es heißt, dass zusätzliche regensichernde Maßnahmen nötig sind (Unterdach, Unterdeckung oder Unterspannung in der passenden Klasse). Die Planung gehört in Fachhände — Dachdecker oder Planer legen die nötige Klasse anhand von Neigung, Lage und Modell fest.
Gilt die absolute Mindestdachneigung immer?
Für Dachziegel und Dachsteine nennt das Regelwerk eine absolute Mindestdachneigung von rund 10 Grad. Eine Unterschreitung verletzt die Fachregel. Einzelne Modelle und Sonderkonstruktionen können abweichen — die Herstellerangabe und der Dachdecker entscheiden im Einzelfall.
Was kosten die Zusatzmaßnahmen bei Unterschreitung ungefähr?
Das hängt von der nötigen Klasse ab. Eine einfache Unterspannbahn liegt grob bei 15 bis 35 Euro pro Quadratmeter, ein regensicheres Unterdach mit höheren Anforderungen deutlich darüber. Das sind reine Orientierungswerte — die konkrete Klasse und der Preis ergeben sich erst aus Neigung, Lage, Modell und einem Fachbetrieb-Angebot.
Kann eine Unterschreitung versicherungsrelevant sein?
Ja, das ist möglich. Wenn die Deckung unterhalb der Regeldachneigung ohne die vorgeschriebenen Zusatzmaßnahmen ausgeführt wurde und es deshalb zu Feuchteschäden kommt, kann das die Gewährleistung des Handwerkers oder im Streitfall auch die Schadenregulierung betreffen. Eine fachgerechte Ausführung samt Dokumentation der Zusatzmaßnahmen schützt hier — die Beurteilung gehört in Fachhände.